Achtung – Gefahr! Hier verändert sich etwas!

Veränderungen laufen immer in 7 verschiedenen Phasen ab. Aber Veränderungen machen sicher nicht immer alle glücklich. Gut zu wissen - es geht wieder aufwärts!

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Neue Trends oder Kundenwünsche, technische Entwicklungen oder rechtliche Neuerungen, ein neuer Konkurrent oder auch interne Entwicklungen – jedes Unternehmen muss sich immer wieder damit beschäftigen, dass es Veränderungen durchlebt.

Veränderungen machen nicht immer gleich glücklich oder sind sofort erfolgreich. Wenn Sie in Ihrem Unternehmen oder auch privat gerade Neuerungen planen oder erleben, hilft es Ihnen sicher, sich einmal das Modell der Veränderungskurve genauer anzuschauen. Faszinierend aber wahr, die Veränderungskurve spiegelt wirklich alle Veränderungen wieder, berufliche oder private, Veränderungen die von außen auf Sie einwirken oder Veränderungen die Sie selber veranlassen. Die verschiedenen Phasen werden sowohl von Ihnen als Individuum aber von ganzen Unternehmen durchlaufen.

Phase 1: Der Schock

Jahrelang wirtschaftete Aldi als großer Discounter sehr erfolgreich  – und konkurrenzlos.  Für alle im Unternehmen erst einmal ein Schock, als Lidl mit einem ähnlichen Konzept an den Markt geht. Heute sagt Aldi ohne diesen Impuls von außen, hätten wir uns nicht mehr groß verändert und wären jetzt lange nicht so erfolgreich.

Die Nachricht der Veränderung kommt überraschend – und löst erst mal einen Schock aus. Wir selbst oder auch unsere Kollegen oder Mitarbeiter reagieren mit Unverständnis, sind erst einmal wie gelähmt und unfähig zu handeln. 

Phase 2: Verneinung und Abwehr

Die Umsätze eines Frisörgeschäftes in der Frankfurter Innenstadt stagnierten. In einem Coaching beschließt der Inhaber, sich den Kundenwünschen mehr anzupassen – und die Geschäftszeiten bis weit in den späten Abend auszuweiten – sein Team lehnt diese Idee ab.

Veränderungen werden erst einmal abgelehnt. Wir alle haben lieb gewonnene Gewohnheiten, schnell entsteht die Angst, dass eingelebte Kulturen und Strukturen zu verloren gehen. Der Fokus liegt erst einmal ausschließlich auf den negativen Aspekten der Veränderung. Häufigstes Argument: „So wie es bisher war, hat doch immer alles funktioniert!” oder mit anderen Worten “Wir haben das hier schon immer so gemacht!“ 

Phase 3: Einsicht

Ein Arzt führt eine gut laufende Praxis – sie ist sein Lebenswerk, auf das er sehr stolz ist. Immer häufiger kommt es jedoch zu Streitereien mit seiner Ehefrau, die sich von ihrem Mann wünscht, dass er mehr für die Familie da ist. Im Coaching wächst der Entschluss, einen Kollegen mit in die Praxis aufzunehmen – die Einzelpraxis wird zur Gemeinschaftspraxis.

In der Phase der Einsicht erkennen wir, die Veränderung letztendlich notwendig ist. Erste Schritte der Veränderungen werden wahrgenommen, und auch positive Aspekte können erstmals gesehen werden. 

Phase 4: Akzeptanz- Tal der Tränen

Eine Spedition führt ein neues EDV-System ein. Gerade einige der langjährigen Mitarbeiter sind sehr skeptisch. Neuere Mitarbeiter sind zufrieden mit den nun schnelleren und praktischeren Möglichkeiten. Einige übernehmen die Unterstützung ihrer Kollegen beim Umgang mit dem Programm.

Wir beginnen, die anstehende Veränderung zu akzeptieren. Alte Gewohnheiten werden oft schwer losgelassen. Wir trauern um Althergebrachtes.

Phase 5: Ausprobieren- Öffnen für Neues

Eine alteingesessene Apotheke entschließt sich, in Zukunft auch einen Internetshop zu betreiben. Einige der hauseigenen Rezepturen verkaufen sich bestens, hier kann das Angebot rasch erweitert werden. Die neuen Anforderungen an die Mitarbeiter sind jedoch eine echte Herausforderung, und immer wieder werden Bestellungen verspätet ausgeliefert. 

In der Phase des Ausprobierens versuchen wir, mit der Veränderung klarzukommen und unsere Arbeitsweise darauf einzustellen. Erfolge werden erlebt – aber auch Misserfolge. 

Phase 6: Erkenntnis- Erste Erfahrungen machen

Der neue Vertriebsleiter hatte seine Abteilung ganz schön durchgerüttelt. Strukturen verändert, Gebiete neu aufgeteilt, den Vertrieb dem wachsenden Markt angepasst. Nach dem sie die ersten Veränderungsphasen erlebten merken die Mitarbeiter jedoch, das viele eingeführten Neuerungen von Vorteil sind. Die Motivation und die Arbeitszufriedenheit sind nach vielen Gesprächen und Workshops gestiegen, alle fühlen sich kompetenter und die Verkaufszahlen steigen. 

Jetzt endlich tritt die Erkenntnis ein, dass die Veränderung gut und sinnvoll ist. Erfolgsbringende Verhaltensweisen werden erkannt und genutzt, weniger erfolgsbringende wieder aussortiert. 

Phase 7: Integration

Und erst nun, nach dem Durchlaufen der verschiedenen Phasen, wird die Veränderung vollkommen in den Alltag integriert.

Wie ging oder geht es Ihnen bei Veränderungen? Ich freue mich über eine Nachricht. So erreichen Sie mich: mw@manuela-weinand.de

 

 

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