Ausgepowert? So sorgen Sie für mehr Energie im Arbeitsalltag und im Urlaub

Wie sieht es aus bei Ihnen? Haben Sie viel zu tun und beginnen Sie Ihren Arbeitstag mit Freude und Elan? Oder starten Sie manchmal am Morgen schon mit dem Gedanken, gar nicht richtig ausgeruht zu sein und heute bestimmt wieder nicht alle Aufgaben erledigen zu können? Freuen Sie sich gar nicht so recht auf Ihren Urlaub, weil vorher noch so viel zu tun ist?

Der perfekte Platz, um neue Kräfte zu sammeln. © fotolia pierluigipalazzi

Mein Kunde Stefan D. ist seit einem Jahr Marketing-Leiter. Seine erste große Aufgabe: Ein neuer Sortimentskatalog für die Kunden des mittelständischen Unternehmens. Eigentlich ist schon fast alles fertig. Das Konzept steht schon lange, die Fotos sind geschossen. Alle Produktbeschreibungen stehen. Aber irgendwie geht der Katalog trotzdem nicht in Druck – Jan D. verschiebt hier noch etwas, verändert da noch Kleinigkeiten …

Gleichzeitig erzählt er, dass er seit langem die Mittagspausen durcharbeitet und am Abend oft einfach erschöpft aufs Sofa fällt. Immer wieder verschiebt er längst geplante freie Tage nach hinten, den Sonntagvormittag startet er damit, Mails zu lesen und zu bearbeiten.

Kennen Sie solche Situationen auch? Dann lohnt es sich, das „tägliche Hamsterrad“ einmal genauer anzusehen…

Wer gerade so richtig drin steckt im Teufelskreis der vielen To-Do`s, der spürt das häufig kaum noch. Gleichzeitig schleichen sich schneller Fehler ein. Und irgendwann schwindet die Kraft für die alltäglichen Aufgaben, man hat kaum noch gute Ideen. Es ist anstrengend, in Gesprächen mit Kunden oder Mitarbeitern nicht gehetzt und genervt zu wirken. Nach der Arbeit „herunterzukommen“ wird auch immer schwieriger – da bleibt dann auch keine Lust mehr übrig, noch etwas Schönes zu planen. 

Das können Sie tun, um wieder mehr Energie zu schöpfen:

1. Fragen Sie sich bei jeder Aufgabe: Wie perfekt muss es eigentlich sein?

Das Pareto Prinzip hilft Ihnen, die richtigen Prioritäten zu setzen. Mit 20% der Aufgaben für ein Projekt werden in der Regel 80% der Ergebnisse erzielt. Der Rest macht das Ganze vielleicht noch etwas besser – irgendwann können Sie aber ruhig einen Schlusspunkt setzen. Prüfen Sie deshalb immer wieder, ob Sie Begonnenes nicht einfach abschließen können. Ein 100%iges Ergebnis genügt, die 150%, die Sie anstreben, bemerkt vermutlich niemand außer Ihnen.

2. Tauschen Sie Ihre To-Do-Liste gegen eine Erfolgsliste aus!

Sicher, eine sorgfältige Planung ist wichtig. Wenn Sie aber bei Ihren Aufgaben-Listen vor allem sehen, was Sie heute nicht geschafft haben, dann lohnt es sich, den Blickwinkel einmal zu ändern. Notieren Sie am Ende jedes Tages mindestens 3 Dinge, die Sie erledigt haben. Sie werden sehen, da kommt von Montag bis Freitag so einiges zusammen, auf das Sie zufrieden zurückblicken können.

3. Erleben Sie, welche Kraft in Ruhephasen steckt!

Ein Spaziergang in der Mittagspause, eine Stunde im Café nach der Arbeit – planen Sie bewusst Pausen ein. Das bringt gerade in stressigen Zeiten oft mehr, als einfach immer weiter zu arbeiten. Nehmen Sie sich Zeit, Begonnenes zu reflektieren - gerade mit etwas Abstand fließen oft neue Ideen, an etwas heranzugehen.

4. Tun Sie etwas dafür, dass Sie sich gut fühlen!

Überlegen Sie immer wieder, was Ihnen gerade gut tun würde. Das kann nach einem Tag mit vielen Gesprächen eine gemütliche Stunde in der Badewanne sein oder nach vielem Sitzen eine Runde Joggen durch den Wald. Vielleicht wäre es aber auch wunderbar, einfach einmal Freunde zu treffen, zu quatschen und zu lachen? Sorgen Sie dafür, dass Sie sich solche Inseln schaffen.

5. Und im Urlaub?

Zuerst einmal: Verabschieden Sie den Gedanken, vorher noch wirklich alles abschließen zu können. Was jetzt schon ein paar Wochen lag, kann vermutlich auch nach dem Urlaub erledigt werden. Organisieren Sie eine Vertretung und machen Sie eine Übergabe begonnener Projekte – so sorgen Sie dafür, dass die Stapel während Ihrer Abwesenheit nicht ins Unendliche wachsen. Überlegen Sie genau, ob Sie wirklich erreichbar sein müssen und während des Urlaubs in Ihren Mail-Posteingang schauen. Besser: Kommunizieren Sie in einer netten Abwesenheitsnotiz, wann Sie wieder da sind und wer sie bei dringenden Fragen vertritt.

Für meinen Kunden Stefan D. machen wir einen Plan für die kommenden 14 Tage: Noch für diese Woche wird er sich mit seinem besten Freund zum Badminton verabreden, der hatte schon immer wieder mal nachgefragt. In Zukunft verlässt er an drei Tagen in der Woche mittags das Büro, um in Ruhe zu essen – er würde sich freuen, wenn sich Kollegen anschließen, so dass auch einmal Raum für private Gespräche ist. Am Wochenende macht er endlich sein immer wieder verschobenes Versprechen wahr und bucht den gemeinsamen Urlaub mit seiner Partnerin. Nachdem er diese 3 Energiebringer für sich fixiert hat, wirkt er schon viel zuversichtlicher: „Das wird klappen – und wenn ich einknicke, dann dürfen Sie mich ermahnen.“

Und der Katalog? Er stellt fest: „Ich brauche eine feste Deadline. Morgen sehe ich das Wichtigste noch einmal durch – und dann geht das Ganze übermorgen früh zur Druckerei. Eigentlich habe ich ja schon jetzt viel Lob für meine Ideen bekommen – es ist wohl wirklich Zeit, das Projekt abzuschließen.“

Wie tanken Sie Ihre Kraftreserven am besten auf? Wenn Sie Ihre Gedanken mit mir teilen möchten, erreichen Sie mich per unter mw@manuela-weinand.de

 

 

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