Kinder, Beruf und Karriere....

Was kann man schaffen? Wo wird es schwierig? Und: Was macht mich glücklich?

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Kennen Sie das? Da ist immer irgendwie das Gefühl, entweder der Familie oder dem Beruf nicht gerecht zu werden? In einer spannenden Podiumsdiskussion sprach ich mit vier berufstätigen Müttern und einem Vater über Erfolge, Schwierigkeiten und Alltags-Glück zwischen Karriere und Familie.

Eine aufregende Woche liegt hinter mir: An Otto-Friedrich-Universität in Bamberg moderierte ich eine Podiumsdiskussion zum Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf – Welchen Einfluss hat der Zeitpunkt der Familiengründung auf die Karriere?". Meine Gesprächsteilnehmer waren Frau Prof. Kraft von der Munich Business School, Frau Dr. Jäkel-Wurzer  von der Initiative „generation töchter“, Frau Justenhoven, Vorstandsmitglied bei PricewaterhouseCoopers,  Frau Halbig-Wippenbeck, Leiterin des Bereiches Arbeitswirtschaft der SKF GmbH und Herr Schneider, Erster Bürgermeister der Gemeinde Memmelsdorf.

Dass dieses Thema heutzutage noch genauso aktuell ist, wie zu Zeiten der Eltern und Großeltern zeigte der übervolle Hörsaal: Studenten, Mitarbeiter und externe Gäste waren gekommen und beteiligten sich rege an der Diskussion. Einige persönliche Gedanken und Ansätze greife ich hier gerne auf:

  • „Einen Meilenstein auf meinem Karriereweg wollte ich sicher haben, bevor ich Kinder bekam.“
    Wann ist der richtige Zeitpunkt, wenn in der "rush-hour" des Lebens die Weichen für Ihren nächsten beruflichen Schritt gestellt sind und Ihr Partner und Sie wissen: Jetzt wollen wir eine Familie gründen? Meine Gesprächspartner waren sich einig: Es ist vor allem wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein und zu überlegen, wie der persönliche Weg aussehen soll.  Und in der Partnerschaft muss geprüft werden: Schauen wir beide in die gleiche Richtung, wenn es um unsere Zukunft geht?
    Gut zu wissen: Entscheidungen können gemeinsam neu gefällt werden. Denken Sie darüber nach, was Ihnen im Leben wichtig ist und sprechen Sie darüber offen mit Ihrer Familie. Wie und wo wollen Sie leben? Wer ist wofür zuständig? Wie bauen Sie das Netzwerk auf, das sie brauchen?
  • „Mein Chef und ich - wir haben auch in der Elternzeit immer Kontakt gehalten.“
    Allen Gesprächsteilnehmern war wichtig: In der Elternzeit am Ball zu bleiben! Die Väter wollen und sollen in die Planung miteinbezogen werden, und auch ein ehrliches Gespräch mit dem Arbeitgeber über die eigenen Vorstellungen ist wichtig.
    Ein guter Tipp:
    Überlegen Sie sich ein Arbeitszeitmodell und schlagen Sie dieses vor! Denn ein Unternehmen ist interessiert daran, gute Kräfte zu halten und der Chef lernt Ihre Wünsche nur kennen, wenn Sie sie äußern.
  • "Toleranz gegenüber den verschiedenen Lebensvorstellungen zu leben, macht alles leichter."
    Familie und Beruf gut zu vereinbaren, das ist manchmal schwierig genug. Gerade Frauen sollten sich das Leben nicht auch noch gegenseitig schwer machen. Jedes Lebensmodell verdient Respekt. Ob sich die Mutter nun entschieden hat, ein paar Jahre zu Hause zu bleiben oder ob sie nach kurzer Babypause wieder an den Schreibtisch zurückkehrt. Gegenseitige Unterstützung hilft. Vom  Abwerten anderer Lebensmodelle hat niemand etwas.
  •  „Die Zeit mit den Kindern – mich hat das von Grund auf glücklich gemacht.“
    Vertrauen auf sich selbst, und auch mal etwas auch sich zukommen lassen – auch dies war für meine Gesprächspartner von Bedeutung. Der Alltag mit einer Familie lässt sich nicht immer hundertprozentig planen.
    Aber:
    Sie haben schon so viel geschafft, da wird Ihnen auch hier etwas einfallen, wenn es schwierig wird – so finden Sie Ihren ganz persönlichen guten Weg.

Wo stehen Sie momentan im Hinblick auf Familie und Karriere? Sind sie als Arbeitgeber oder als Eltern betroffen und was macht für Sie da den Unterschied? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht und auf welche würden Sie gerne verzichten?

Ich freue mich über Ihre Nachricht: beratung@manuela-weinand.de

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