Selbstsabotage – die Macht der eigenen Worte

Letzte Woche hatte ich telefonisch mit einer Kundin einen Abendtermin vereinbart, dann jedoch vergessen, ihn in meinen Kalender einzutragen. Gestern Abend stand sie dann vor meinem Büro und ich war nicht da! Sie können sich sicher vorstellen, wie wenig nett ich mit mir selber gesprochen habe.

Und - was sagen sie Sie gerade zu sich? © fotolia-mejorana777

„Ich Blödmann!“ - sieht so Ihre Reaktion aus, wenn Sie entdecken, dass Sie einen Fehler gemacht haben? „Ich bin echt total gestresst“ – sagen Sie das nach einem anstrengenden Arbeitstag? „Das macht mich wirklich wahnsinnig nervös“ – beschreiben Sie so Ihr Gefühl vor einem wichtigen Termin?“. Das kenne sicher nicht nur ich. Ich bin fest davon überzeugt, dass kommt Ihnen auch bekannt vor.

Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden in den gleichen Situationen ganz anders reagieren: „Ups – naja, Fehler passieren.“, sagen Sie, wenn was schiefgegangen ist. „Ich habe heute viel geleistet – und gönne mir am besten eine Pause“, stellen Sie nach einem arbeitsreichen Tag fest. „Ich bin zu Recht ein wenig nervös, aber auch voller guter Ideen und Energie“ – sagen Sie sich vor einem Termin…

Merken Sie etwas? Oft sehen wir vieles, was wir selbst tun, besonders kritisch und beschreiben unser Befinden sehr drastisch. Was wir dabei häufig unterschätzen, ist die Macht der Worte, die wir benutzen. Worte lösen eine Menge Gefühle in uns aus. Sie können ein negatives Gefühl verstärken und uns tiefer hinunterziehen – sie können uns aber auch Kraft, Schwung und Energie geben.

Vielleicht haben auch Sie so einige Sätze aus Ihrer Kindheit mit in Ihr Erwachsenenleben genommen: „Wenn du so weiter machst, wird das nie was!“ „Hast du schon wieder…?“, „Musst Du immer so…? Du bist  immer …. zu laut, zu leise, zu viel oder zu wenig von etwas.“

Aber – jetzt sind Sie erwachsen – und Sie können darauf achten, gut mit sich umzugehen und diese Sätze entkräften!

Was können wir tun, wenn wir uns mit den eigenen Worten die Energie rauben?

Fragen Sie sich:

  •  Ist das wirklich so? Oder vielleicht nur ein wenig so?
  • Was hilft mir das fürs nächste Mal?
  • Welche guten Seiten hat die Sache?
  • Was hat aber trotzdem Spaß gemacht?
  • Welche Erfolge habe ich trotz allem erzielt?

Ich merke immer, schon eine kleine Veränderung des Blickwinkels kann die Situation verändern, die Laune verbessern, Mut machen und Ihnen wieder mehr Kraft geben.

Beobachten Sie sich im Alltag immer mal wieder und achten Sie auf Ihre inneren Gedanken. Überlegen Sie bewusst, wie Sie Ihren Worten mehr positive Impulse geben können.

Mein Tipp für Ihren Alltag

Lassen Sie mehr Kraftworte in Ihr Leben! Schaffen Sie Platz für ein „Das habe ich gut gemacht“, ein „Jetzt gönne ich mir aber eine schöne Pause“, oder „Da hatte ich aber echt eine gute Idee!“ Gehen Sie auf die Suche nach Momenten, in denen Sie begeistert, besonders konzentriert, kreativ und oder auch fürsorglich zu sich selbst sind und sagen Sie sich das auch. Sie werden schnell spüren, dass Ihre Wortwahl Sie mitreißt und Ihre Stimmung sich spürbar bessert.

Welche Worte geben Ihnen Kraft und unterstützen Sie? Visualisieren Sie diese, schreiben Sie sie auf eine schöne bunte Karte und machen Sie sie sichtbar - zum Beispiel am Kühlschrank oder am Arbeitsplatz. So werden Sie immer wieder an Ihr ganz persönliches Kraftwort erinnert.

Was ist Ihr Lieblingswort, mit dem Sie sich beschreiben würden? Und was löst es in Ihnen aus? Wenn Sie Ihre Gedanken mit mir teilen wollen, schreiben Sie mir an mw@manuela-weinand.de

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