So gelingt Netzwerken – für Extrovertierte und Introvertierte!

Letzte Woche war ich auf einem Frauennetzwerktreffen in Berlin. Ich war eingeladen, wusste aber, dass ich im Zweifel höchsten ein, zwei von 200 Teilnehmerinnen kennen werde. Ganz kurz dachte ich darüber nach, ob ich überhaupt hingehen sollte. Ich überlegte: Ich bin doch nur den einen Abend da, ausruhen ist doch auch ganz schön, der nächste Tag wird bestimmt anstrengend, und was ist, wenn ich niemanden treffe….?

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Doch schließlich siegten meine Neugierde und meine Zuversicht, dass es schön werden würde.

Als ich ankam stellte ich dann, etwas peinlich berührt fest, dass ich zu früh da war. Mein Glück: Einer anderen Frau ging es genauso und wir kamen sofort ins Gespräch. So lernte ich eine interessante Frau kennen, mit der ich sofort Anknüpfungspunkte fand. Beide lebten wir vor einiger Zeit in Frankfurt a. Main und hatten somit sofort ein gemeinsames Thema. Das eine gab das andere und wir tauschten Visitenkarten aus – ein netter und spannender neuer Kontakt, den ich sicher weiter vertiefen werde.

Stellen Sie sich einmal vor, Sie besuchen eine Veranstaltung, bei der Sie viele Gleichgesinnte treffen und gute Kontakte knüpfen können

Sind Sie eher der Typ, der sich begeistert ins Gewimmel stürzt? Sie führen eine Menge interessanter Gespräche mit noch unbekannten Menschen, um dann aber vielleicht später vergessen zu haben, mit wem Sie sich alles unterhalten haben?

Oder graut es Ihnen schon bei der Vorstellung, hinzugehen, vielleicht alleine da zu stehen und nicht genau zu wissen, wie Sie jemanden ansprechen sollen? Obwohl auch Sie schon gerne ein paar neue Kontakte hätten.

Ein gutes Netzwerk bringt uns viele Vorteile

Wir können uns mit Gleichgesinnten über unsere Themen austauschen. Jeder einzelne bringt etwas mit: Neue Denkansätze, Informationen und kreative Gedanken – so entsteht ein unerschöpflicher Wissens- und Ideenpool. Tipps, Unterstützung und so mancher guter Rat werden geteilt und jeder profitiert davon.

„Wie eine gute Freundschaft muss jedes Netzwerk erst wachsen.“

Setzen Sie sich also nicht unter Druck und überlegen Sie einfach mal, was Sie mitbringen und mit wem Sie sich gerne verknüpfen würden.

Wie baue ich mir ein gutes Netzwerk auf?

Schauen Sie sich erst einmal in Ihrem Umfeld um: Wen kennen Sie bereits, der Ihre Interessen teilt? Zu wem würden Sie gerne einen intensiveren Kontakt pflegen? Wer kennt Menschen, die auch Sie gerne kennenlernen würden? Gibt es alte Kontakte, die Sie auffrischen können? Wer ist in Ihrer näheren Umgebung, den Sie einfach einmal ansprechen könnten?

Danach können Sie gezielt überlegen, wo Sie Gleichgesinnte treffen: Das können berufliche Netzwerke vor Ort sein, Konferenzen zu Ihren Themen, Fortbildungen, Absolventen-Vereinigungen Ihrer Branche, und natürlich auch passenden Gruppen in Xing oder LinkedIn.

Sie sind eher introvertiert und der erste Schritt fällt Ihnen schwer?

Vergleichen Sie sich nicht mit anderen und setzen Sie sich nicht unter Druck. Sie müssen beim Besuch einer Veranstaltung nicht mit 20 Menschen sprechen. Auch ein gutes Gespräch kann Ihnen richtig viel bringen – und vor allem Spaß machen. Wenn Ihnen ein erster Satz schwerfällt, dann bereiten Sie sich vor und legen Sie sich ruhig auch ein paar „Warm Up-Sätze“ zurecht. Überlegen Sie, was Sie gerne über sich und Ihre Arbeit erzählen, was Sie daran begeistert und Ihnen besonders viel Spaß macht. Machen Sie sich bewusst, dass Sie Interessantes mitbringen – und üben Sie Ihren Elevator Pitch, so dass Sie immer präsent haben, was Sie kurz und knapp über sich sagen werden.

Introvertierte können damit punkten, dass sie Ruhe ausstrahlen, gute Zuhörer sind und Gespräche oft in einem verbindlichen Kontakt enden – Qualitäten, die Sie sich ruhig bewusst machen sollten!

Sie sind eher extrovertiert und können die Menschen rechts und links von Ihnen sofort unterhalten?

Freuen Sie sich darüber, dass es Ihnen so leichtfällt, mit anderen ins Gespräch zu kommen. Wenn Sie sich allerdings gut vernetzen wollen, überlegen Sie ruhig auch: Wer wird da sein? Mit wem möchte ich gerne sprechen und warum? So stellen Sie sicher, dass Sie auch mit den Menschen sprechen, die Sie kennenlernen wollen und nicht später mit dem Gefühl nach Hause gehen: Das war nett, aber viel gebracht hats mir eigentlich nicht.

„Achten Sie auch darauf, Ihrem Gegenüber Raum zu geben und zuzuhören – nur so können Sie herausfinden, ob das ein Kontakt ist, den Sie später vielleicht ausbauen möchten.“

Und wenn andere erfahren sollen, warum sich eine Verbindung mit Ihnen lohnt, denken Sie auch daran: Was ist Ihr Thema, Ihre Botschaft – an welche Information über Sie soll man sich später erinnern?

Sie sehen es schon – für alle gilt zum Thema Netzwerken: Wer sich selbst gut kennt, der wird auch von anderen besser kennengelernt, und jeder hat seinen eigenen Weg zum Ziel.

Der erste Kontakt ist geknüpft – und jetzt?

Sie haben jemanden getroffen, den Sie interessant und sympathisch finden und möchten den Kontakt gerne vertiefen? Dann vergessen Sie nicht, zeitnah einen zweiten Schritt zu machen. Das kann eine erste Verknüpfung über Social Media sein, eine Verabredung zu einem Telefonat, einer Tasse Kaffee oder einem gemeinsamen Treffen bei einer weiteren Veranstaltung – da fällt Ihnen sicher etwas ein.

Gerade nach Konferenzen, Messen oder Großveranstaltungen, bei denen Sie viele verschiedene Menschen kennengelernt haben, ist es wichtig, dass Sie in Nachhinein festhalten, wen Sie getroffen haben. Und wenn Ihr Netzwerk wächst, brauchen Sie einen Überblick, um eine gute Kontaktpflege sicherzustellen.

Dafür speziell für Sie zum Download:

Ein praktische Vorlage, mit der Sie Ihre Kontakte mit allen wichtigen Informationen übersichtlich festhalten können.

Viel Erfolg!

 

 

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