Teams erfolgreich leiten und motivieren

7 Erfolgsgeheimnisse guter Führung

Friederike rollt mit den Augen, als ich im Business Coaching frage, wie die letzten 2 Wochen so liefen: „Zwischen meinen beiden neuen Mitarbeiterinnen gibt es immer wieder richtig Zoff. Es ist mir wirklich wichtig, dass mein Team besser zusammenarbeitet und jetzt die anderen Kolleginnen nicht beginnen, Partei zu ergreifen.“ Friederike ist Kinderärztin und hat im letzten September Hanna als Auszubildende und Gudrun, die zwar einige Jahre als medizinische Fachangestellte tätig war, dann aber eine lange Auszeit hatte, in der sie erst für ihre Kinder und dann für ihre Eltern da war, eingestellt. Sie ist sicher: „Beide sind eine echte Bereicherung für mein Team. Aber es ist noch einiges zu tun, damit die Zusammenarbeit klappt. „Jetzt sind Ihre Führungsqualitäten gefragt“, schmunzle ich.

Bin ich eine gute Führungskraft?

Eine Frage, die mir im Business Coaching und in Workshops für Führungskräfte immer wieder begegnet.

Folgende Aspekte sind mir im Coaching besonders wichtig:  

1.    Kennen Sie Ihr Team wirklich gut?

Einander verstehen ist die beste Basis für eine gute Zusammenarbeit. Jedes Teammitglied hat eigene Stärken, Schwächen und Bedürfnisse. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre MitarbeiterInnen individuell kennenzulernen. Fragen Sie nach ihren Hobbys, Interessen und Zielen. Finden Sie heraus, welche Arbeitsmethoden für sie am besten sind und welche Unterstützung sie benötigen. Denn wenn Sie wissen, was Ihre Mitarbeiter motiviert, können Sie auf ihre Bedürfnisse eingehen.
Friederike weiß schon: Azubi Hanna ist glücklich, wenn sie bei eintönigeren Sortierarbeiten mal mit Kopfhörern Musik hören kann. Und Gudrun möchte unbedingt die Praxissoftware besser beherrschen – da haben wir also gleich zwei Punkte für das nächste Gespräch zu dritt gefunden.

2.    Kommunizieren Sie klar und verständlich?

Eine klare Kommunikation ist eines der entscheidenden Elemente guter Führung. Klare und präzise Anweisungen, höflich im Ton und verständlich sind ganz wichtig im beruflichen Alltag. Missverständnisse entstehen oft, weil jemand einen Auftrag annimmt und davon ausgeht, das andere die gleiche Erfahrung oder das gleiche Know-how haben. Fragen Sie immer mal nach und stellen dadurch sicher, dass alle auf dem gleichen Stand sind. Wenn nicht jeder im Team sicher ist, was von ihm erwartet wird, entstehen Verzögerungen, Fehler und Frust.

3.    Haben Sie eine gute Fehlerkultur?

Jeder macht mal einen Fehler – gerade als Führungskraft ist es wichtig, diese als Chance zur Verbesserung zu sehen. Seien Sie nicht zu hart zu sich selbst und Ihrem Team, machen Sie deutlich, dass Fehler für alle eine tolle Lernmöglichkeit sind, um gemeinsam besser zu werden.

4.    Geben Sie regelmäßig Feedback?

Führen ohne Rückmeldung ist wie Fahren ohne Ziel. Feedback ist ein elementarer Teil Ihrer Führungsaufgabe. Nur so kann jeder die eigene Arbeitsleitung verbessern und sich weiterentwickeln. Loben Sie Ihre Mitarbeiter für gute Arbeit und geben Sie konstruktives Feedback: Nur, wenn Ihre Rückmeldung konkret ist, weiß Ihr Gegenüber, was zu tun ist, um besser zu werden.

5.    Wie delegieren Sie richtig?

Sie werden nicht alles alleine schaffen! Binden Sie Ihre MitarbeiterInnen so ein, dass diese dabei ihre Fähigkeiten gezielt einsetzen können. Vertrauen ist wichtig. Denn so arbeitet jeder einzelne motivierter und weiß, dass der eigene Beitrag wichtig für den Erfolg des Teams ist. Team ist eben nicht:  Toll ein anderer machts.

6.    Wie schaffen Sie ein positives Arbeitsumfeld?

Wie fühlen Sie und Ihre MitarbeiterInnen sich wohl und sind motiviert? Ermutigen Sie Ihr Team, neue Ideen zu entwickeln und unterstützen Sie Arbeitsteilung. Schauen Sie immer wieder: Hat gerade jemand Schwierigkeiten und braucht Unterstützung und Ermutigung? Regelmäßige Teamgespräche, in denen Probleme besprochen und gemeinsam Lösungen gefunden werden ,sind wichtig.

7.    Wie entwickeln Sie Ihre Führungskompetenzen Schritt für Schritt weiter?

Als Führungskraft müssen Sie jeden Tag Entscheidungen treffen und schnell handeln. Vertrauen Sie dabei auf Ihren Instinkt und Ihre stetig wachsende Erfahrung. Nehmen Sie sich aber auch immer wieder Zeit, den Tag, die Woche zu reflektieren. Was fällt Ihnen auf? Was möchten Sie das nächste Mal anders machen. Regelmäßiges Feedback – das ist auch für Sie wichtig: Fragen Sie Ihre MitarbeiterInnen danach.  

„Ich sehe es schon – ich musste mal wieder hören, dass ich mir dafür einfach die Zeit nehmen muss. In letzter Zeit war es hektisch, ich habe wenig mit den einzelnen gesprochen und auch die Teamsitzungen haben wir ruckzuck aufs Nötigste beschränkt“ stellt Friederike fest. Gemeinsam haben wir viele gute Ideen gefunden, die sie in den nächsten Wochen umsetzen wird.

Was ist Ihnen als Führungskraft besonders wichtig? Wie motivieren Sie Ihr Team? Und was motiviert Sie selbst? Schreiben Sie mir an


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