Mit einem Teamtag kann man eine Menge erreichen
Abseits vom beruflichen Alltag viel Zeit haben und sich auf eine andere Art und Weise zu begegnen, darin liegt viel Entwicklungspotential für ein Team.
So einfach mal zusammen in den Klettergarten gehen, einen Outdoor-Parcours meistern oder zusammen Lebkuchen zu backen, das kann sehr viel Spaß machen (das soll es auch!). Aber gute Ergebnisse hat so ein Tag nur, wenn er gemeinsam reflektiert wird und das Erlebte als Wissen für den gemeinsamen Berufsalltag mitgenommen wird.
Aus den letzten Workshops mit Claudias Praxisteam fallen mir da einige Situationen ein, in denen unterschiedliche Übungen wirklich etwas bewegten:
Ein Teamtag unterstützt bei Veränderungsprozessen
Hannah, 16, und Gabi, 56, kichern: Sie haben im Teamtraining Gemeinsamkeiten festgestellt, ein Abendessen mit George Clooney, das würde ihnen beiden gefallen. Hannah war damals der neue Azubi – und beiden Kolleginnen hatten Zweifel, ob sie sich verstehen würden bzw. gut zusammen arbeiten könnten.
Mit welcher berühmten Person würdest du gerne mal zu Abend essen? Welche Musik hörst du, wenn du von der Arbeit nach Hause fährst? Welches Essen können wir beide nicht ausstehen?
Gemeinsam Antworten auf ungewöhnliche Fragen zu finden macht Spaß – und hilft dabei, sich besser kennenzulernen und Vorlieben zu entdecken. So kann ein gemeinsames Coaching bei personellen Veränderungen das Kennenlernen erleichtern, Bedenken ausräumen und die Teammitglieder auf neue Rollen und Aufgaben vorbereiten.
Ein Teamtag zur Vorbereitung eines neuen Projektes
Georgina lässt sich mit ihrem ganzen Gewicht ins Teamtuch fallen: Sie grinst: „Ich weiß doch, wir fangen uns auf, wenn es schwierig ist.“ An diesem Teamtag bereiteten wir zusammen den Umzug von Claudias Praxis in neue Räume vor - eine echte Herausforderung!
Für jedes Team ist es wichtig, sich die Teamstärken bewusst zu machen, zu spüren: Gemeinsam schaffen wir das! Das macht eine Menge Mut und bringt Optimismus ins Team. Gerade vor einem größeren Projekt motiviert das alle. An diesem Tag haben wir anschließend die Meilensteine des Umzugsprojektes definiert und die Aufgaben verteilt. So hatten alle eine Menge Motivation und ein klares Bild von der Arbeit in den nächsten Wochen.
Ein Teamtag für eine bessere Kommunikation im Team
Sabine und Franziska diskutieren intensiv: Wie können sie ihren Azubis wertschätzendes Feedback geben, das auch ernst genommen wird?
Wie kommunizieren wir miteinander? Gute Kommunikation im Team ist immer wieder ein Thema. In meinen Kommunikationsworkshops ist es mir wichtig, dass alle im Team Kommunikation bewusster wahrnehmen und ganz viel praktisches Handwerkszeug für den Arbeitsalltag mitnehmen.
Wie plane ich einen guten Teamtag?
Damit ein Teamtag wirklich erfolgreich ist, muss er maßgeschneidert sein und zum Team passen. Deshalb ist sind klar definierte Ziele wichtig, damit Auftraggeber, Team und Coach wissen, was sie erreichen wollen.
In einem ausführlichen Vorgespräch kläre ich deshalb immer:
- Welches Ziel soll der Teamtag haben?
- Was soll danach im Alltag anders sein?
- Wie ist die Situation im Moment?
- Was läuft gut – Wo brennts? Was ist schwierig, wo gibt es Konflikte?
- Kennen die Teammitglieder ihre Stärken?
- Welche Abläufe/ Prozesse laufen gut?
- Wo birgt der berufliche Alltag Probleme? Gibt es Hinweise, dass etwas neu geplant werden sollte?
- Müssen Aufgaben verändert oder neu verteilt werden?
- Wie zufrieden sind die Teammitglieder mit der täglichen Arbeit?
Am Tag des Workshops ist es entscheidend für den Erfolg, dass es mir gelingt ein Umfeld, zu schaffen, in dem alle Teammitglieder offen über ihre Gedanken, Bedenken und Ideen sprechen. Alle sollen die Möglichkeit haben, sich neu oder anders erleben und auch mal etwas üben und ausprobieren können. Dafür gibt es viele spannende Methoden und – ganz wichtig – es darf viel zusammen gelacht werden!
Mit Claudia vereinbare ich deshalb klare Ziele für den gemeinsamen Tag:
Unsere Ergebnisse
- Wir wollen ganz gezielt Stärken stärken: Claudia weiß, sie hat ein richtig gutes Team, das nach den Hiobsnachrichten der letzten Wochen dringend einen Motivationsschub braucht.
- Rollen- und Verantwortlichkeiten werden geklärt. Claudia braucht neben der Arbeit Zeit, nach neuen MitarbeiterInnen zu suchen, da kann sie nicht bis nachts aufräumen.
- Gemeinsam werden wir eine Strategie entwickeln, wie der personelle Engpass gemeistert wird, ohne dass jemand überlastet wird.
Was mir außerdem ganz wichtig ist: Ein gutes Follow-up
Am Ende eines Workshops darf eins nicht vergessen werden: Unsere Ergebnisse müssen ihren Platz im Arbeitsalltag finden. Dazu muss auch immer wieder einmal überprüft werden, ob alle das Ziel noch im Auge haben.
Dafür gibt es ganz unterschiedliche Wege: Das Team überprüft den Fahrplan selbst im wöchentlichen Team-Meeting, ich führe ein „Erinnerungstelefonat“ mit der Auftraggeber:in oder wir führen unsere Arbeit in einem weiteren Workshop fort und vertiefen das Know-how der MitarbeiterInnen weiter.
So kann ein Teamtag echte, langfristige Veränderungen bewirken und das Team gemeinsam Schritt für Schritt sein volles Potenzial entfalten.